Was die Oper «Die Zauberflöte» uns erzählt

12.10.2019

In diesem Text werden ein paar Gedanken zur Geschichte gemacht und er kann das Lesen und Schauen oder Besuchen der Oper nicht ersetzen. Er kann eine Begleitung durch die Handlung bieten, ist aber nicht eine abschliessende Interpretation.

Es geht in der Geschichte um die Einweihung von Tamino in Begleitung von Pamina. Die Personen sind Stellvertretend für innere und äussere Vorgänge. Tamino ist die Vernunft von uns Menschen. Die Vernunft ist nur ein Aspekt unserer Persönlichkeit. Es ist jedoch der Teil, welcher mit dem Denken zu tun hat und uns mit dem Geist verbinden kann. Tamino kommt aus einem fernen, östlichen, Land …Wie Pamina die Tochter der Königin der Nacht ist, ist Tamino aus dem Geschlecht Sarastros. Es ist also die Vernunft, die den Einweihungstempel sucht. Tamino ist ein Schütze und hat einen Bogen ohne Pfeile. Durch die Schlange gelockt, verirrt er sich ins Reich der Königin der Nacht. Er bekommt das Bildnis von Pamina, der Tochter der Königin der Nacht zu Gesicht. Pamina ist die neue Seele die mit Tamino durch die Prüfungen über die ˂Chymische Hochzeit˃ zur Geistseele wird.

In der Zauberflöte werden 3 Tempel erwähnt. Der Tempel der Vernunft, der Tempel der Natur und der grösste, erste, der «Tempel der Weisheit».

Im 28. Auftritt wird es von zwei Geharnischten von einer Pyramide vorgelesen:

ZWEY MÄNNER
Der, welcher wandert diese Strasse voll Beschwerden,
Wird rein durch Feuer, Wasser, Luft und Erden;
Wenn er des Todes Schrecken überwinden kann,
Schwingt er sich aus der Erde Himmel an. –
Erleuchtet wird er dann im Stande seyn,
Sich den Mysterien der Isis ganz zu weih’n.

Erleuchtet wird er dann im Stande seyn,
Sich den Mysterien der Isis ganz zu weih’n.


Deutlicher kann es nicht gesagt werden. Um sich den Mysterien der ISIS ganz zu weihn ist die Erleuchtung Bedingung.

Sarastro ist im Besitz des «Siebenfachen Sonnenkreises». Das kann mit dem «Heiligen Geist» gleich gesetzt werden. Es ist etwas reines und strahlendes. Es ist das Licht der Weisheit. Als naturgeborene Menschen, die wir sind, solange wir nicht einen Einweihungsweg hinter uns haben, gleichen wir Papageno. Er ist der Naturmensch. Wie im Text der Zauberflöte geschrieben steht, will er gar nicht viel. Etwas zu Essen, Wein, eine Frau und lustige Stunden reichen ihm. Damit ist er schon zufrieden. Er weiss weder woher er kommt noch welches seine Eltern sind, noch hat er eine Ahnung über seine Bestimmung als Mensch, also wohin er gehen soll.

Manchen Menschen ist das nicht genug … sie wollen hinter die Schleier ihrer Bestimmung schauen. Sie wollen Wissen. Hier setzt die Zauberflöte an. In der Geschichte wird dieser Weg beschrieben. Es ist der Weg aus dem «natürlichen» Bewussstsein in das «geistige» Bewusstsein. Aus dem Feld, der Sphäre der grossen Gefühle und Leidenschaften hinaus in die Sphäre des Geistes, der Erkenntnis, die mit dem «Siebenfachen Sonnenkreis» angedeutet wird. Papageno und Tamino kennen wir also gut, wir sind beides.

Es geschieht eine Veränderung während dieser Einweihung. Die Sphäre der Weisheit, des Wissens ist «hermetisch» abgeriegelt. Mit dem Naturbewusstsein können wir nicht durchdringen. Ein Umstand den die Königin der Nacht, die in der Musikgeschichte berühmte Arie «Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen», singen lässt. Ganz etwas anderes singt Sarastro als er auf Pamina trifft. Dazwischen ist der berühmte und viel diskutierte sogenannte «Bruch» in der Geschichte.

Es ist das chronologisch nächste Lied. Es verdeutlicht sehr klar den Unterschied zwischen den zwei Sphären in denen «die Zauberflöte» spielt. Die erste Zeile lautet: «In diesen Heil`gen Hallen kennt man der Rache nicht». Denn Erkenntnis lässt uns verstehen. Präziser kann der Kontrast der zwei Spähren kaum ausgedrückt werden als mit Arie 14 «Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen» und Arie 15 «In diesen Heil´gen Hallen kennt man der Rache nicht»

Verschiedene Charaktere erzählen die Geschichte dieser Verwandlung. Tamino den man die «Vernunft» nennen könnte, Sarastro als die «Weisheit» – das Ziel der Reise, Papageno, der Naturmensch, die Königin der Nacht, welche die Astralsphäre wo Emotionen, Triebe, Sinnlichkeit und Leidenschaften angesiedelt sind, darstellt. Das Reich der «Königin der Nacht» ist das Reich der alten Einweihungen der Naturmagier.

Es treten drei Paare in der Geschichte auf. Tamino und Pamina, Papageno und Papagena und als Gegensätze von Licht und Finsternis: Sarastro und die Königin der Nacht. Dann ist da noch der Moor Monostatos. Es geht natürlich nicht um seine Hautfarbe oder dass dunkelhäutige Menschen irgendwie schlechter oder böser sind als hellhäutige. Es geht um die Dunkelheit als Kontrast zu Pamina und Sarastro. Monostatos steht für das Ego. Er ist zwar im Dienste des Sarastro, versucht doch immer mal wieder was für sich zu erhaschen. Das Ego ist überall – sogar um den Tempelkomplex, doch es darf nichts für sich beanspruchen. Es muss wirkungslos werden und sich dem Dienst Sarastros, der Weisheit ergeben. Doch das Ego nimmt Pamina und Papageno gefangen und sogar Tamino. Monostatos wird darauf von Sarastro gemassregelt.

Das tönt nach etwas Strafe, nach gehorchen und befehlen. Doch das ist nicht so. Die Weisheit, «Sarastro», das geistige Licht befielt nichts. In seinem Licht erscheint alles klar. Es ist die Erkenntnis. Scheint das Licht in unserem Wesen, erkennen wir in welchen Zuständen unsere Mitmenschen sich befinden und können dann auch helfen, ohne dass sie das persönlich wahrnehmen. Doch das Ego ist selbstsüchtig und will alles für sich, darum sondert es sich vom Licht ab und verbrennt sich, wird schwarz. Wenn Sarastro Monostatos 7×7 Streiche auf die Fusssohle verabreichen lässt so wird angedeutet, dass Monostatos, das Ego, sich selbst verbrannt hat am siebenfältigen Sonnenkreis. Er wird zurückgestossen wohin er gehört.

Natürlich wechselt Monostatos dann als Verräter das Lager und führt die Königin der Nacht in die Tempelanlage. Was soll er sonst tun. Erscheint jedoch Sarastro, so wird es «Licht» und der Spuk endet sofort. Das ist die Macht des «Geistigen Lichtes» im Menschen. Das ist die Erleuchtung.

Das ist das Sonnenreich des Geistes im Kontrast zur Astralsphäre des Glaubens.

Der Naturmensch, der wir noch sind, braucht nicht viel. Er fängt ein paar Vögel, liefert sie ab und kriegt dafür Nahrung. Das ist der Lauf der Dinge. Will der Mensch jedoch am Geiste Anteil haben, wird er sich aus der Sphäre der «Königin der Nacht» wo all die Emotionen, die «Sinnlichkeit», die «Empfindungen» und der Glaube angesiedelt sind, heraus kämpfen.

Da ist das Phänomen der Verschwörungstheorien angesiedelt … der Naturmensch hat Angst vor der Weisheit, vor dem Licht des Geistes. Er kennt es nicht. Er empfindet Hass. Treffend dargestellt in der erwähnten Arie «der Hölle Rache …» und der Szene davor. Der Emotionale Mensch hat Angst vor dem Verstandes-Mensch und was der da macht ist ihm unheimlich. Wenn er ihn fassen kann sperrt er ihn ein und martert ihn aus Hass und Verzweiflung um etwas Anteil zu haben an dem Licht. Das widerfuhr den Manichäern und während der Zeit der Inquisition den Katharern. Das geistige Licht Christi wurde durch die Verfolger in die Erde gerichtet anstatt umgekehrt. So konnten diese Verbrechen begangen werden, die im kompletten Widerspruch zur Christlichen Botschaft stehen. Der neue Wein wurde in die alten Schläuche gefüllt bis sie platzten. Das machte es nötig, eine neue Methode entstehen zu lassen und es entstanden als Antwort auf diese Verbrechen die Renaissance und Reformation. Begleitet von den exakten Wissenschaften. All den Entdeckungen seitdem, auf der Erde, über der Erde und im Geiste.

Es gibt noch die vier mal drei Gehilfen: die drei Damen im Dienste der Königin, die drei Knaben als Hilfe für Tamino, die drei Priester im Dienste Sarastros und die drei Sklaven unter der Macht von Monostatos. Es sind 22 Personen total, den Sprecher im Tempel eingerechnet.

Nur wer sich die Mühe nimmt, an die Pforte des Tempels der Weisheit klopft und eine prozessmässige Umwandlung seiner Persönlichkeit zulässt und erlebt, kann diese Botschaft richtig verstehen. Vorher sind wir als Menschen hoffnungslos. Solange wir uns ärgern, Wut, Hass, Freude und Leidenschaften spüren können wir ganz sicher sein, noch nicht angekommen zu sein.

Monostatos imitiert die Weisen, schleicht sich in den Tempel rein. Das Ego tut immer so als sei es schon angekommen. Es ist schlau. Ummantelt sich gerne mit Humanismus und kleidet sich weiss und spielt erhaben «wichtige» Rituale. Darüber lacht der «Erleuchtete». Der «Naturmensch» wird aber dadurch getäuscht und verführt.

Es gibt Menschen, die sind auf dem Pfad ohne es zu wissen, es gibt Menschen die können stundenlang über den Pfad sprechen ohne den kleinsten Schritt darauf zu tun und es gibt Menschen die desillusioniert sind, komplett ernüchtert sich wieder finden und wissen, dass sich was ändern muss in ihrem Leben. Alle diese Personen die in der Zauberflöte auftreten sind in uns … Der Einweihungs-Pfad ist ein Bewusstseinswechsel … ein innerer Weg.

Durch selbst erlittenes Unrecht kann der Wunsch in uns auftauchen, die Sehnsucht, selbst gerecht handeln zu wollen. Es stellt sich dann die Frage: «Was ist Gerechtigkeit»? Um diese Frage beantworten zu können sind wir mitunter ein Leben lang beschäftigt. Um gerecht handeln zu können ist Weisheit Voraussetzung. Wenn wir aus Weisheit handeln, können wir gerecht handeln. Warum gelingt es uns also nicht gerecht zu handeln? Was ist «Weisheit»? Warum erwischen wir uns immer wieder wie wir in Streit geraten, Kriege anzetteln unsere Kinder und Lebenspartner schlecht behandeln weil wir selbst unter Druck geraten sind durch alle möglichen Umstände unseres Lebens?

Weil wir nicht aus Weisheit handeln sondern aus unseren Natur-Trieben.

Trefflich ist der Schluss der Oper, der Bauriss des Tempels:

SARASTRO
Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht,
Zernichten der Heuchler erschlichene Macht.

CHOR VON PRIESTERN
Heil sey euch Geweihten! Ihr drangt durch die Nacht,
Dank sey dir, Osiris und Isis, gebracht!
Es siegte die Stärke, und krönet zum Lohn
Die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron‘.

All die oben erwähnten Aspekte sind Thema der Oper, wenn man sie mal unter diesem Gesichtspunkt anschaut, kann, ob von Mann oder Frau … , sehr viel daraus erfahren werden. Nützlich ist sie doch nur den Lesenden und Hörenden, die durch inneres Drängen verstehen wollen. Die bereit sind sich zu ändern, an die Pforte zu klopfen und die Worte zu hören: «Wo willst du, kühner Fremdling, hin?».

Der Tod des Kreuzes

2018 Brasilien

Für umgerechnet 2 Franken steht eine mächtige Kokosnuss auf dem wackeligen Plastik-Tischchen vor mir. Obwohl Palmblätter über mir rauschen und auch eher kleine Nüsse darunter zu erkennen sind, wurden die grünen Nüsse mit dem bekömmlichen Kokoswasser vermutlich von weit aus dem Norden Brasiliens an diesen Strand transportiert. Neben mir trinken Einheimische Dosenbier. Die Nüsse müssen nur zusamengelesen und transportiert werden. Keine Verpackung, keine Abfüllanlage keine Werbung – nichts. Paradiesisch fühlt sich das an, wär nicht der Dieselgeruch der Katamaran Fähre die gleich nebenan vom runden Terminal «Olymp» von Charitas in Richtung Rio de Janeiro losbraust.

Mit den Zehen im äusserst feinen, herrlich weissen Sand wühlend lese ich im Sonnenuntergang in Steven Hawkins Buch «A brief history of time». Ein Buch von 1988. Es wurde also vor 30 Jahren veröffentlicht. Anbetracht der 526 Jahre seit der Entdeckung Amerikas und nach denen ich es auch bis hier hin geschafft habe, bin ich da mit lesen noch früh dran.

Charitas scheint ein Stadtteil von Niteroí zu sein. In Nitroí gibt es das MAC Museum of Contemporary Art. Es ist Kreisrund und gemäss der Aussage des Architekten von einer Blume inspiriert. Mich erinnert die Form des Museums auch an einen Kelch, jedoch an den «Gral». Die Kunst und der «Gral» in Verbindung mit Gegenwart lässt mich erahnen welch tiefsinnige Botschaft von diesem Gebäude ausgeht.

Beim letzten Kapitel angelangt von dem Buch, von dessen Inhalt ich kaum etwas begriffen habe, beginnen meine Gedanken zu kreisen.

Das Universum ist vermutlich ohne Grenzen, also eine Kugel und entstand gemäss einer Theorie aus Blasen. Es gibt wohl verschiedene Zeiträume mit der konstanten Lichtgeschwindigkeit. So revolutionär wie einst Kopernikus die Planeten um die Sonne drapiert hat, büschelt Einstein die Zeit um die Lichtgeschwindigkeit. Ich stelle mir vor wie wir wirbelnd durchs All rasen mit relativen Zeitkonstanten wie alles sich bewegt und zueinander dreht. Bis hinein zu den winzigsten Photonen. Einzig der Verkehr auf den Strassen in Niteroí staut sich so, dass sich nichts mehr bewegt. Mit dem runden Katamaran-Terminal «Olymp» von Oskar Niemeyer wurde vor einem halben Jahr auch ein Tunnel eröffnet das die Gegend hinter dem Berg sozusagen mit der Zivilisation verbindet. Das führt zu Mehrverkehr der direkt auf ein Lichtsignal an einer Kreuzung am Eingang des nächsten Tunnels zufliesst.

Es gibt zwar zwei grosse Kreisel auf dem Weg dazwischen aber die nützen nichts, da der Verkehr an dem Lichtsignal staut.

Je mehr ich über die Kreuzung und die Geraden nachdenke umso unsinniger erscheinen sie mir. Auch die Quadratur des Kreises ist ja ein Witz. Wie kann man nur auf die Idee kommen so etwas vollkommenes wie einen Kreis oder eine Kugel hinunterzubrechen auf die Form eines Quadrates … Mit der Geraden zerschneiden wir den Kreis, zerstückeln ihn gleichsam. Und wenn das geschehen ist wollen wir die Bruchstücke mit der ganzen, ursprünglich perfekten Form wieder zusammenbringen. Es ist verständlich, dass sich da sogar die Mathematik dagegen wehrt.

Verkehrs- und Städteplaner werden sich wohl im Zangengriff von Politik und Wirtschaft täglich den Kopf darüber zerbrechen wie der Verkehr flüssig gehalten werden kann.

Es wird nicht gehen solange wir die Geraden und die Kreuzungen nicht komplett aus der Architektur verbannen.

Vermutlich muss sogar eine neue Geometrie, die grundsätzlich auf dem Kreis und nicht der Geraden aufgebaut ist, entwickelt oder etabliert werden, falls sie schon existiert.

Seit die Römer Jesus am Kreuz verdursten liessen und so brutal ermordet haben, schwebt das Kreuz, wie zwei sich kreuzende Damoklesschwerter über der westlichen Zivilisation.

Liebe

Liebe zu fordern kann lächerlich enden, denn, was ist, wenn die geforderte ‚Liebe‘ nicht erbracht wird? Was wenn dir statt Liebe Hass entgegen schlägt?

Respekt zu fordern kann lächerlich enden, denn, was ist, wenn der geforderte ‚Respekt‘ nicht erbracht wird? Was wenn dir statt Respekt mit Unterwürfigkeit also Angst oder gar Verachtung entgegnet wird?

Liebe und Respekt kann man nicht fordern. Man kriegt es geschenkt.

Liebe und Respekt kann man nur geben. Das ist der Schlüssel.

Es ist an dir damit zu beginnen.

Du kannst damit in jeder Sekunde deines Lebens beginnen, also auch grad jetzt.

Anstelle dich danach zu sehnen geliebt oder respektiert zu werden, dreh das Rad in die andere Richtung. Es ist einfach. Jedes menschliche Wesen kann das.

Beginn damit bedingungslos zu Lieben.

Glaube

Was bedeutet es ‚zu glauben‘? Es bedeutet an das zu glauben was nicht ist, was man aber wünscht, dass es wird.

Der Glaube hilft dann, diesen Wunsch zu verwirklichen. Der Glaube machte es möglich …  Glaube kann verschiedene Qualitäten und Eigenschaften haben und es sind sehr verschiedene sichtbare Ausdrücke des Glaubens möglich. Die reichen von Demut bis zur unerträglichen Arroganz tyrannischer Massenmörder von Andersgläubigen.

Der Glaube ist eine Fähigkeit des Menschen.

Es ist darum entscheidend ‚woran‘ wir glauben, denn das was wir glauben streben wir an zu erreichen. Instrumente des Glaubens sind Empfindung, Gefühle, Fantasie (Vorstellungskraft), Intelligenz und Sehnsucht.

Der Glaube kann also sehr unterschiedlich sein, weil er sich durch das ‚glauben an …‘ definiert.

Damit der Glaube Wirklichkeit wird sollten doch die Gedanken, Gefühle und Taten damit im Einklang sein …

Wenn also Gott der Erschaffer des Lebens ist und man vorgibt an Gott zu Glauben so sollte der Glaube zur lebenden Wirklichkeit des Lebens führen.

Leben ist zerbrechlich … man kann es einfach töten …

Was ist stärker? Das was Leben bringt oder das was Tod bringt?

Gott ist Liebe und Leben ist Liebe.

Liebe ist lebenserschaffende Kraft …

Wer tötet handelt immer im Namen des Bösen – niemals … im Namen der lebensschaffenden Kraft.

Glaubst Du dass Gott Liebe ist und lebensschaffende Kraft?

Wer dir Angst macht hat keinen Glauben an einen Gott der Liebe.

Wer dir Mut macht hat Glauben an einen Gott der Liebe.

Du kannst nicht durch ungerechtes Handeln eine gerechte Welt erbauen.

Alles was du glaubst gilt für dich!

Es gibt keinen Umweg – das Ziel heiligt niemals die Mittel.

Mittel und Ziel müssen eins sein.

So auch das Objekt des Glaubens und die Taten um das zu verwirklichen woran man glaubt …

Anders geht es nicht.

Darum … an den Taten erkennst du den Glauben.

 

 

 

 

Gott

Bis jetzt hörte ich nur Menschen über Gott reden … oft sagten sie nicht das klugste.
Das heisst natürlich nicht, dass Gott nicht spricht oder womöglich gar nicht existiert.

Es heisst nur, dass diese Menschen, die über Gott reden, von ihren eigenen Vorstellungen über Gott reden. Gott ist dann eine Projektion ihrer eigenen Wünsche …

Ist es so schwierig zu akzeptieren, dass wir einfach nichts wissen von Gott? Vielleicht ist ‚es‘ eine Nummer zu gross für unseren Verstand.

Gerechtigkeit

Was ungerecht ist kann schnell beantwortet werden.

Doch was ist Gerechtigkeit?

Gerechtigkeit beginnt mit gerechtem Handeln.

Gerechtes Handeln setzt das Wissen voraus, wie sich die Dinge entwickeln können.
Es setzt das Wissen voraus über das Wesen der materiellen Welt, die in stetem Wandel begriffen ist, in Schwingung von plus nach minus.

Das Wesen unserer Welt ist ‚ungerecht‘, es gibt keine Gerechtigkeit hier, denn alles ist in Wandlung.

Gerechtigkeit kann erst im Bewusstsein entstehen. Das gilt auch für die Ungerechtigkeit …

Gerecht handeln bedeutet bewusst und wohlwollend geben und nehmen.

Schlussendlich kann nur aus der schöpferischen Kraft der Liebe (nicht des Eros) gerecht gehandelt werden.

Eros nimmt – Liebe (Agape) gibt.

Wahrheit

Gibt es verschiedene Wahrheiten?

Leider nein.

Und ebenso leider können wir die Wahrheit in unserem Zustand selten erkennen.

Doch es gibt unsere ‚Wahrheit‘  – oder eben die ‚Wahrheit‘ über Andere … Das ist die ‚relative Wahrheit‘. Die ‚relative Wahrheit‘ ist jedoch nicht die absolute Wahrheit.

‚Relative Wahrheit‘ ist zum Beispiel: ‚was sagt jemand und was tut jemand‘.

Die ‚relative Wahrheit‘ ist die Sicht aus dem Irrgarten heraus.

Die Wahrheit ist die Sicht in den Irrgarten hinein.

Der Blick in den Irrgarten hinein und aus dem Irrgarten heraus ermöglicht zu handeln.

Der Beweis einer solchen Handlung wird Wandlung sein.

Friede ist nicht Stagnation sondern stetige Wandlung.

vom Sinn des Lebens

Es gibt Notwendigkeiten in der materiellen Welt, der Wirklichkeit der Gegensätze.

Notwendigkeiten entstehen durch die Entscheidungen.

Denn, geht man links, geht man nicht rechts und umgekehrt.

So tritt man in den Irrgarten…

Wird etwas erschaffen entsteht es aus einer Negativform. Das Erschaffene strebt wieder zurück. Was geteilt wurde sucht sich wieder. Darum schwingt die ganze ‚Offenbarung‘.

Das ist das Wesen der materiellen Welt: Schwingung von + zu – und Vergänglichkeit.

Sie ist nicht das Paradies und wird es nie sein.

Sie ist allerdings auch nicht böse. Sie eiert einfach immer rum.

Mit dem Bewusstsein der Seele kann dies gut beobachtet werden.

Der Unsinn ist, das Wesen der Wirklichkeit der Gegensätze ändern zu wollen oder zu verteufeln.

Der Sinn ist, das Wesen der Wirklichkeit der Gegensätze verstehen zu lernen und im Einklang damit zu wirken.