Li

Es faszinierte mich die Idee, ob scheinbar zufällige Muster in der Natur, etwas mit Mathematik zu tun haben. Erst fand ich die Annahme zwar etwas gesucht und bemüht. Doch ich bestellte das kleine Büchlein von David Wade «LI, dynamic forms in nature» bei Wooden Books für £5,99. Ein Zitat daraus möchte ich hier wiedergeben. Es wird geschrieben, dass es von Chu Hsi [1130-1200] (Sung Dynastie) aus China stammt:

«The term ‚Tao‘ refers to the vast and great; the term ‚Li‘ includes the innumerable vein-like patterns included in the Tao … Li is like a piece of thread with it’s strands, or like this basket. One strip goes this way, and the other goes that way. It is also like the grain in bamboo. On the straight it is of one kind and on the transverse it is of another kind. So also the mind prosseses various principles …»

Obwohl ich das Büchlein schon vor Monaten erhielt, begann ich erst heute darin zu blättern. Anlass war eine Internet-Recherche über die «John von Neumann Computer Architektur», die mich, wiedermal, zu Alan Turing führte. Er schieb «A diffusion reaction theory of morphogenesis in plants» Einer der grossen Wegbereiter des binären, heutigen, Computers beschäftigte sich also mit der Entstehung von pflanzlichen Formen. Ich erinnerte mich, dass am Anfang des Filmes «The Imitation Game», basierend auf der Biografie von Alan Turing, Bilder an der Wand seiner Wohnung hängen, die unter Anderem Phyllotaxis Muster zeigen. Eine graphische Darstellung der Fibbonacci Zahlenreihe. Das erinnerte mich an das oben erwähnte Büchlein. Beim weiteren Suchen fand ich diese Seite und die unten abgebildete Zeichnung, die Alan Turing selbst gezeichnet hat. Leonardo Davinci sowie Alan Turing scheinen sich mit derselben Figur beschäftigt zu haben.

the imitation game alan turing phyllotaxis morphogenesis
Wand Arbeitszimmer Alan Turin mit seinen Originalzeichnungen (aus dem Film ‚The Imitation Game‘)