Religion und nun?

Hat ein Leben ohne Religion einen Sinn? Oder: Was ist der Sinn der Religion? Der Sinn in beiden Fällen ist zur Erkenntnis zu gelangen. Eigentlich zur Erkenntnis der «Einheit im Ursprung», was gerne auch «Gott» genannt wird. Leider wird durch die Namensvergabe, entgegen den Ermahnungen das nicht zu tun, eine Vorstellung von Gott gemacht. Doch die kann ja nur ein Bruchstück sein, nicht das Ganze.

Im Taoismus reden sie von «TAO, das nicht benannt werden kann». Das ist eine ehrliche Einstellung. Auch die Juden sprechen den Namen G’ttes nicht aus. Wer die Einheit im Ursprung erkannt hat, ist soweit erlöst, wer nicht, tappt noch im Dunkeln oder in der Dämmerung herum. So einfach ist das. Das «äussere Gewand» der Religion hätte zur Aufgabe, zu helfen, zur Erkenntnis zu gelangen. Mit all den Lehrsätzen, Geschichten, Ritualen und Feiertagen. Alle grossen, auf «heiligen Schriften» beruhenden Religionen, haben oder hätten diese Aufgabe. Die Jahrtausende hindurch kann jedoch einiges verloren gegangen und missverstanden werden. Im Namen des «Guten» werden sogar schlimme Taten vollbracht. Die verschiedenen Gruppierungen, also Bubbles oder Rhizome, aus Menschen, Meinungen und Ideologien, beschuldigen sich gegenseitig.

Das äussere Gewand einer Religion kann zum knallharten, egoistischen Selbstzweck verkommen und zu Mangel an Erkenntnisführen. Als Beispiel, kann mit Waffen um das Waserloch gestritten werden. Sogar modernste Marschflugkörper werden, im Kampf ums Ölloch, im Widerspruch von Nächstenliebe zum Alltag, noch «Tomahawk» genannt.

Die «Erkenntnis der Einheit im Ursprung», also der Erleuchtung durch den «heiligen» Geist des Menschen, ist offensichtlich selten aber nicht unmöglich. Vorallem Etwas, das niemand anderes tun kann.