5.5.2020 14:55h
«Enthüllte Geheimnisse werden wertlos,
und entweiht verlieren sie ihre Kraft.»
«Mein Name enthält fünfundfünfzig und doch nur acht Buchstaben, der Dritte ist des Fünften dritter Teil, fügt man ihn zu dem Sechsten, dann wird es eine Zahl, deren Radix schon um den ersten Buchstaben grösser wird, als der Dritte selbst ist und ist des Vierten Hälfte. Dann sind der Fünfte und der Siebente gleich, der Erste ist dem Letzten auch gleich. Sie machen mit den anderen soviel aus, wie der Sechste hat, der doch nur vier mehr als der Dritte dreimal hat. Nun sagt mir, mein Herr, wie heisse ich?»
Mein Name enthält fünfundfünfzig und doch nur acht Buchstaben
Wir wollen versuchsweise davon ausgehen, die Summe der 8 Buchstaben entsteht durch das Zusammenzählen der jeweiligen Platznummern der Buchstaben im aktuellen lateinischen Alphabet mit 26 Buchstaben.
Das ist die Liste der Buchstaben und deren Platz im Alphabet:
| A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
Als nächstes lesen wir:
der Dritte ist des Fünften dritter Teil
Verwirrend kann wirken da nun von zwei Platzierungen die Rede ist. Eines Teils ist die Platzierung der Buchstaben im Alphabet gemeint und andererseits ist vom Platz des Buchstabens im gesuchten Namen die Rede.
Der dritte Buchstabe im gesuchten Namen ist 3 mal kleiner als der fünfte Buchstabe im Namen.
Wäre beispielsweise der dritte Buchstabe im Namen «8» so wäre der fünfte 3×8 also 24. ( 8 ist das ‚H‘ und 24 das ‚X‘ in diesem Beispiel, siehe alphabetische Tabelle oben.)
Es ist also eine einfache Rechnung.
Zur Erinnerung: Der Satz lautet:
der Dritte ist des Fünften dritter Teil
| Buchstabe | ? | ? | ? | ? | 3 x «der Dritte» | ? | ? | ? |
| Platz | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
fügt man ihn zu dem Sechsten, dann wird es eine Zahl, deren Radix schon um den ersten Buchstaben grösser wird, als der Dritte selbst ist und ist des Vierten Hälfte.
Man muss den «Dritten» zu dem «Sechsten» hinzufügen. Das ergibt dann eine «Zahl».
Dann soll man daraus die Wurzel (Radix) ziehen. Also ist die «Zahl» eine Quadratzahl.
| Die «Zahl» | Der «Sechste» plus der «Dritte» | muss eine Quadratzahl sein |
Dann sind der Fünfte und der Siebente gleich, der Erste ist dem Letzten auch gleich.
Dazu braucht man nicht viel zu sagen und doch … der «Fünfte» und der «Siebte» sind gleich sowie der «Erste» ist dem «Letzten» gleich. Eine unterschiedliche Formulierung für das Gleiche. Beim «Ersten» und «Letzten» wird «ist» als Einzahl gebraucht und beim «Fünften» und «Siebten» «sind».
Sie machen mit den anderen soviel aus, wie der Sechste hat, der doch nur vier mehr als der Dritte dreimal hat.
Jetzt kommt die wichtigste Information. Dem ersten Teil kann ich keine Bedeutung zuordnen doch der Zweite Teil sagt, dass der Sechste also drei mal den Dritten plus vier ergibt. Ganz am Schluss kommt also die wichtigste Information ohne die wir verloren wären.
Alles dreht sich nun um den Dritten und den Sechsten Buchstaben und «die Zahl».
Jetzt müssen wir knobeln.
| Buchstabe | ? | ? | 1/3 vom 5. | ? | 3 x «der Dritte» | der «Fünfte» plus 4 | gleich wie 5 | gleich wie 1 |
| Platz | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
Wir wissen:
- der «Fünfte» ergibt 3 mal den «Dritten»
- der «Sechste» ist 4 mehr als der «Fünfte»
- die «Zahl» ist der «Sechste» plus den «Dritten» dazu und es muss eine Quadratzahl sein.
Es ist nun also eine Formel gefragt, die zwei Bedingungen erfüllt.
Einesteils brauchen wir eine Quadratzahl die aber so gross sein soll damit die Rechnung mit dem «Dritten» Buchstaben aufgeht. Für einen Mathematiker womöglich ein leichtes Spiel.
Es ist aber auch möglich das Resultat mit probieren herauszufinden.
Wir müssen also eine Quadratzahl finden. 4, 9, 16, 25, 36, 49, 64 sind die ersten sieben Quadratzahlen.
Machen wir nun eine Rechnung und schauen wir ob als Resultat eine Quadratzahl heraus kommt.
Die Rechnung lautet also wie folgt:
Die dritte Zahl mal drei rechnen, was die fünfte Zahl ergibt. Zu dieser fünften Zahl vier hinzurechnen, was die sechste Zahl ergibt. Zu der sechsten Zahl dann nochmals die dritte Zahl hinzufügen was «die Zahl» ergibt. «Die Zahl» muss eine Quadratzahl sein. Das haben wir alles vorher aus dem Text gelesen und wir können das nochmals in Ruhe anschauen.
Wir können nun einfach damit beginnen 1 x 3, 2 x 3, 3 x 3 und so weiter zu rechnen und die davon abhängenden weiteren Additionen hinzufügen, bis womöglich eine Quadratzahl als Resultat dabei herauskommt.
| 3. | 5. | 6. | 3. | eine «Zahl» | ||||||||
| ? | x | 3 | = | ? | + | 4 | = | ? | + | ? | = | Quadratzahl |
| 1 | x | 3 | = | 3 | + | 4 | = | 7 | + | 1 | = | 8 |
| 2 | x | 3 | = | 6 | + | 4 | = | 10 | + | 2 | = | 12 |
| 3 | x | 3 | = | 9 | + | 4 | = | 13 | + | 3 | = | 16 |
| 4 | x | 3 | = | 12 | + | 4 | = | 16 | + | 4 | = | 20 |
| 5 | x | 3 | = | 15 | + | 4 | = | 19 | + | 5 | = | 24 |
| 8 | X | 3 | = | 24 | + | 4 | = | 28 | + | 8 | = | 36 |
Jetzt wo wir diese einfache Tabelle haben, können wir die Buchstaben bestimmen.
Wir haben also die «Zahl» (16) und den Wert des dritten (3) des fünften (9) und des sechsten (13) Buchstabens. Somit auch den «Siebten» (9), der ja gleich gross wie der «Fünfte» ist.
dann wird es eine Zahl, deren Radix schon um den ersten Buchstaben grösser wird, als der Dritte selbst ist und ist des Vierten Hälfte.
Das kann man jetzt auch ausrechnen:
Die Wurzel (Radix) von 16 ist 4.
Der «Erste» plus der «Dritte» ergeben somit 4. Also ist der «Radix der Zahl» (4) minus der «Dritte» (3) der «Erste» also 1. Somit ist auch der «Letzte» 1.
Machen wir diese Rechnung mit der zweiten Quadratzahl (36) die wir erhielten, ergibt der «Erste» (6-8) = -2. Somit lassen wir das unberücksichtigt.
Der «Radix», also 4, ist des «Vierten» Hälfe. Also hat der «Vierte» den Wert 8.
| Platz im Alphabet | 1 | ? | 3 | 8 | 9 | 13 | 9 | 1 |
| Buchstabe | A | ? | C | H | I | M | I | A |
| Platz im Namen | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
Da vom zweiten Buchstaben nichts gesagt wurde dürfen wir ihn ausrechnen.
Die Summe ist ja 55.
Die Summer der sieben bekannten Buchstaben ist 1+3+8+9+13+9+1 = 44
55 minus 44 ist 11. Somit ist der 2. Buchstabe 11.
| Platz im Alphabet | 1 | 11 | 3 | 8 | 9 | 13 | 9 | 1 |
| Buchstabe | A | K | C | H | I | M | I | A |
| Platz im Namen | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
Der Titel des Buches in dem dieses Rätsel steht ist «Die Chymische Hochzeit»
Die Chymische Hochzeit ist das Werk des Alchemisten. Der errechnete Name ergibt also keinen Sinn sondern sollte « A L C H I M I A » heissen. Setzen wir allerdings ein «L» (Platz 12 im Alphabet) an zweiter Stelle in den Namen ein, erhalten wir eine Summe der Buchstaben von 56. Mit dem alten lateinischen Alphabet ohne das «J», ergäbe die Rechnerei 54. Doch in den lateinischen Textstellen der «Chymischen Hochzeit» kommt das «J» vor, somit kann man davon ausgehen, dass die Verfasser der Schrift das moderne lateinische Alphabet verwendeten, das 1616 schon üblich war.
Dann sind der Fünfte und der Siebente gleich, der Erste ist dem Letzten auch gleich.
Wenn wir diesen Satz nochmals genauer anschauen steht da, Der «Erste» und der «Letzte» ist gleich. Nehmen wir das als Hinweis können wir den Namen in einen Kreis legen und den «Ersten» und den «Letzten» nur einmal verwenden, dann erhalten wir 55.
Legen wir den Namen in einen Kreis, springt das «CHI» ins Auge und drängt gleichsam in die Mitte. «CHI» ist im «TIMEO» von Platon (36b) das «X», die Weltseele. «CHI» ist ein Buchstabe im altgriechischen Alphabet und ist der erste Buchstabe von «Christus» in der altgriechischen Schreibweise, in welcher das neue Testament verfasst wurde. Im Abschnitt 36b des «TIMEO» taucht ein uns jetzt bekannter Satz auf: «…, als fünften das Dreifache des dritten, …»
Somit können wir den Namen auch als « A L – CHI – M I » lesen und neben eine andere bekannte Losung stellen: «Jesus mihi omnia»
« … und der Name der Jungfrau war Maria» (LK 1 27) wird im neuen Testament, bei der Ankündigung der Geburt Jesu, geschrieben. Betrachten wir nun unseren Namen der Jungfrau und was er und demnach auch sie in sich trägt, können da Verbindungen entstehen. Besonders wenn in diesem Wissen nochmals die Wägeprozedur, die unter Leitung der Jungfrau Alchimia stattfindet, betrachtet wird. Einen weiteren Bezug wird ersichtlich zur schlafenden Venus, die später im Geschehen erwähnt wird. Dort ist auf einer Tafel hinter dem Bett der Venus folgendes geschrieben:
«Wenn die Frucht meines Baumes vollends zerschmelzen wird, werde ich aufwachen und Mutter eines Königs sein.»
Auch die «Drei» und die «Vier» tauchen beim Grab der Venus wieder auf:
«Das Grab war dreieckig und hatte in der Mitte einen polierten kupfernen Kessel. Alles andere bestand aus lauter Gold und Edelsteinen. In dem Kessel stand ein Engel, der hielt in den Armen einen unbekannten Baum, aus dem es ständig in den Kessel tropfte. So oft eine Frucht in den Kessel fiel, wurde auch sie zu Wasser und floss weiter in drei goldene Nebenkessel. Diesen kleinen Altar trugen drei Tiere, ein Adler, ein Ochse und ein Löwe. Sie standen auf einem überaus kostbaren Sockel.»
Der Kreis schliesst sich durch das Zeichen auf dem Einladungsbrief zur angekündigten Hochzeit, den CRC am ersten Tag erhält, dem Christusmonogram (Labarum):
IN HOC SIGNO VINCES.
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